Fernsehen (& “Fernsehen”), das ich dieses Jahr mochte

Crazy Ex-Girlfriend

Diese Serie hat bei mir mittlerweile den Stellenwert, den Louie in seiner Hoch-Zeit hatte: Wer Crazy Ex-Girlfriend nicht gesehen hat, dessen Meinung über aktuelles Fernsehen kann ich nicht ernstnehmen.

Monster Factory

Nein, technisch gesehen ist Monster Factory keine Fernsehserie. Aber wenn Netflix-Serien auf einer solchen Liste Platz haben, dann auch eine YouTube-Reihe. Und es gibt im „richtigen“ Fernsehen schlicht nichts lustigeres als diese Reihe von Let’s Plays mit den McElroy-Brüdern. Die werden übrigens bald kommt-keiner-dran-vorbei-Level Stars, FYI.

The Good Place

Die beste neue Serie des Jahres. Der positive Port-in-the-Storm-Vibe, den wir von Creator Michael Schur (Parks & Rec, Brooklyn Nine-Nine) gewohnt sind, kombiniert mit Lost’schem Mystery Box-Storytelling – nur, dass sich The Good Place auch traut, hin und wieder mal eine Frage zu beantworten.

Lady Dynamite

Dass eine Zusammenarbeit von zwei so eigenwilligen Köpfen wie Mitch Hurwitz und Maria Bamford nicht wie ein Kompromiss wirkt, sondern irgendwie zu 100% eine Hurwitz- und zu 100% eine Bamford-Kreation ist, ist eigentlich ein kleines Wunder.

You’re the Worst

Die dritte Staffel hatte ihre Tiefpunkte (wie die komplett humorfreie Very Special Episode über PTSD), aber auch ihre absoluten Höhepunkte, wie die Storyline darüber, dass nicht jeder von uns seine Träume verwirklichen kann, und wie wir damit umgehen.

Speechless

Hier kann ich nur Todd VanDerWerff paraphrasieren: Speechless lässt eine Familien-Sitcom wie etwas nie dagewesenes wirken.

Gilmore Girls: A Year in the Life

Die berühmten Letzten Vier Worte waren bekloppt und geez, diese Serie ist weiß, aber davon abgesehen konnte A Year in the Life nahtlos an die alten Staffen anknüpfen und lieferte einige der besten Momente der gesamten Serie.

BrainDead

Nach ihrem Meisterwerk The Good Wife forderten Robert und Michelle King von den Executives einen Gefallen ein und durften daher BrainDead machen. So erkläre ich mir zumindest, dass eine so bizarre Genre-Show wie BrainDead auf dem Alte-Leute-Sender CBS gelandet ist. Es bleibt – natürlich, aber bedauerlich – bei einer Staffel, doch diese hatte alles, was ich vom Leben will: außerirdische Insekten, die die Hirne von Politikern zum Explodieren bringen und besessen von You Might Think von den Cars sind, Tony Shalhoub als der cartoonigste Villain des Jahres, und Mary Elizabeth Winstead in einer 10 Cloverfield Lane ebenbürtigen Performance.

HarmonQuest

Endlich kriegen ein paar mehr Leute mit, warum ich seit Jahren besessen von Harmontown bin.

Documentary Now!

Es hat mich ziemlich beeindruckt, wie weit sich die zweite Staffel von Documentary Now! aus dem Fenster lehnt – wie abseitig die Vorbilder für die einzelnen Folgen sind, wie wandlungsfähig doch die Prämisse der Serie ist. Die Spalding-Gray-Parodie war ein kleines Meisterwerk.

One Mississippi

Ich habe Tig Notaros Geschichte als Standup-Set, als Film und als Buch erlebt, und doch hat mich die Verwurstung als Serie noch einmal berührt.

Chris Gethard Show – One Man’s Trash

Chris Gethards Punkrock-Talkshow macht immer Spaß, aber die Folge „One Man’s Trash“ ist nicht weniger als ein moderner Comedy-Klassiker: Zuschauer rufen an und raten gemeinsam mit den Comedians Paul Scheer und Jason Mantzoukas, was sich in einer im Studio platzierten Mülltonne verbergen könnte. In der Mülltonne sitzt – Spoiler, aber ich verspreche, dass die Show so besser wird – Paul Giamatti. Es ist viel besser, als das hier klingt, und meiner Meinung nach klingt es hier großartig.

Saturday Night Live – Tom Hanks/Lady Gaga

Ich hasse ja Memes, aber David S. Pumpkins hatte seine Allgegenwart verdient- ein Sketch auf Augenhöhe mit so manchem SNL-Klassiker. In derselben Folge belebte Black Jeopardy Chapelle’s Show wieder, bevor Dave Chapelle dann ein paar Wochen später selbst SNL gehostet hat.


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