Monster Factory ist eine Reihe von Let’s Plays (& besser als die meisten Serien)

Monster Factory ist wahrscheinlich das lustigste, das es gibt. Jetzt nicht aller Zeiten — Monty Python und George Carlin und Christopher Guest haben da mitzureden. Aber jetzt gerade, wenn man alles anschaut, was gerade im Kino oder im Fernsehen läuft oder im Internet streamt, gibt es schlicht nichts lustigeres. Das ist durchaus bemerkenswert, denn wir sprechen hier über eine Reihe von Let’s Plays.

Monster Factory ist eine Videoreihe von Polygon, der besten Videospielwebsite der Welt.1. Justin und Griffin McElroy erschaffen darin bizarre Kreaturen in den Charakter-Editoren diverser Videospiele. Es ist viel, viel besser, als das jetzt hier klingt. In jeder der bisher 26 Folgen gab es mindestens einen Moment, in dem ich so lachen musste, dass es weh tat.

Justin und Griffin improvisieren eine Geschichte zu jeder ihrer Frankenstein-Kreationen, was die Reihe zu mehr macht als einer semi-professionellen Version von dem Unsinn, den wir als Teenager ja nun alle mit unseren Videospielen angestellt haben. Die beste Illustration davon ist die mittlerweile — dank Sponsoring von Totinos — vierteilige Reihe über den “Boy Mayor of Second Life”: Der Boy Mayor — der aussieht wie der Blob, dem eine Fee den Wunsch erfüllt hat, für einen Tag menschlich zu sein -, kämpft für seine Wiederwahl, und führt dafür Wahlkampf bei den letzten Menschen, die Second Life spielen — den Weirdos, Furries und anderen Fetischisten. Aus “Zwei Brüder pimmeln im Charakter-Editor rum” wird eine bizarre, schreiend lustige und seltsam herzerwärmende Geschichte, kulminierend in einer “Wahl-Party”, voll mit Freaks, Losern und Vergessenen Popkultur-Ikonen wie Gex.2

Wie der meiste Video-Content von Polygon und speziell der der McElroy-Brüder zeigt Monster Factory auch, wie viel besser guter Schnitt Let’s Plays und ähnlichen Content macht. Das nur fürs nächste Mal, wenn sich jemand wünscht, meine Podcasts wären 3 Stunden lang.

Monster Factory gibt mir mehr Freude als die meisten Serien, die ich schaue. Es macht mir Hoffnung, dass die Tatsache, dass Let’s Plays für junge Menschen Filme und Serien ersetzen, vielleicht doch kein Grund zur Sorge ist.

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