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Call Me By Your Name: Aufrichtigkeit & Pfirsichficken

Call Me By Your Name: Aufrichtigkeit & Pfirsichficken

Call Me By Your Name ist ein Film über Liebe; es ist ein Film über Sex; ein Film über eine Art von Coming Out, und ein Film übers Erwachsenwerden; aber vor allem ist Call Me By Your Name ein Film über…nennen wir es Aufrichtigkeit: darüber, wie schwierig es ist, sein Herz nicht zu verschließen; nicht Ironie und Zynismus nachzugeben – zu sagen, was man meint, zu fühlen, was man fühlt.

Ich mein: Michael Stuhlbarg als Vater von Hauptfigur Elio buchstabiert in seinem abschließenden Monolog ziemlich deutlich aus, dass es das ist, worum es dem Film geht, und es ist die Art von “Und was haben wir daraus gelernt?”-Monolog, die ziemlich peinlich sein könnte – stünde nicht der gesamte Film konsequent unter diesem Ethos; jede Entscheidung, vom Drehbuch zur Inszenierung zum Schauspiel, wurde unter dieser Maxime getroffen. Call Me By Your Name ist frei von jeglicher Ironie, jeglicher Scham, und deine Wahl als Zuschauer ist im Grunde, dich voll und ganz in diesen Film zu verlieren, oder die Sache mit der Scham für ihn zu übernehmen.

Als Beispiel – reden wir übers Pfirsich-Ficken: Wenn es um die aufblühende Sexualität einer Figur geht, ist die Figur einen überreifen Pfirsich pflücken zu lassen nicht unbedingt die subtilste Metapher; in Call Me By Your Name passiert genau das – und dann fickt Timothée Chalamet den Pfirsich. Die Szene nutzt eine der abgenutztesten, klisc…

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